Gedenken

Nach 1945 lag das Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers zunächst brach, sodass sich dort doch noch Menschen auf die Suche nach vergrabenem Geld und anderen Wertgegenständen machten.

1947 wurde dann ein erster Wettbewerb für eine Gedenkstätte ausgeschrieben, in dem sich ein Entwurf durchsetzte, der zwar die jüdische Identität der Opfer betonte, aus ideologischen Gründen letztlich aber nicht umgesetzt wurde. Es dauerte schließlich bis 1964, bis die Volksrepublik Polen auf dem Gelände ein Denkmal errichtete. Dabei stellten der Architekt Adam Haupt und die Bildhauer Franciszek Duszenko und Franciszek Strynkiewicz bei der Gestaltung des Gedenkorts die Rampe, den vermuteten Standort der Gaskammern und die Verbrennungsstätten in den Mittelpunkt.

Seit 1983 untersteht der Gedenkort Treblinka dem Muzeum Walki i Meijzehstwa w Treblince („Museum des Kampfes und des Martyriums in Treblinka“). Seit 2006 ist dort eine Dauerausstellung zu besuchen, und zuletzt wurden Informationstafeln auf dem Lagergelände aufgestellt.

Doch bis heute zählt Treblinka trotz seiner ungeheuren Zahl an ermordeten Jüdinnen und Juden sowohl in Polen als auch in Deutschland zu den weitgehend vergessenen NS-Vernichtungslagern.

 

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